Kulturmanager, Literat & Satiriker


 

Warum Bayreuth

Richard Wagner verließ am 14. September 1882 Bayreuth in Begleitung seiner Frau Cosima und den Kindern Isolde, Eva und Siegfried, Ziel ihrer Reise war Venedig. Der Roman Hubertus Franzens handelt von den letzten Tagen Richard Wagners in der Stadt, in der er im Jahre 1858 den zweiten Akt seines Musikdramas Tristan und Isolde vollendete, angeregt durch Arthur Schopenhauers Hauptwerk Die Welt als Wille und Vorstellung. Richard Wagner wandert während des ›Carnevale di Venezia‹ durch die  Serenissima, die in der Welt nicht ihresgleichen hat, über sein Leben und die Zukunft der Bayreuther Festspiele ebenso reflektierend, wie zu dem Entschluss kommend, mit der symphonischen Dichtung Tod und Verklärung den Weg des Musikdramatikers zu verlassen, um als Symphoniker nach Beethoven die Musikgeschichte fortzuschreiben. Geplagt von Herzschmerzen, die schon lange sein Leben begleiten, stirbt er am Nachmittag des 13. Februar plötzlich und unerwartet im Palazzo Vendramin, zwei Monate vor dem Gastspiel des ›Richard-Wagner-Theater Leipzig‹ im Rahmen einer Europa-Tournee mit dem Ring des Nibelungen aufgeführt im Teatro La Fenice, unter der Regie des Leipziger Opernintendanten, seines Freundes Angelo Neumann.

Auch in diesem Roman bindet der Autor Dichtung und Wahrheit zu einem gordischen Knoten, Freunde und Zeitgenossen Richard Wagners mit erfundenen Personen mischend, wie der schlesischen Kohle- und Stahlbaronin, Commerzienrätin Adele Mutzenbach, Gründerin und Präsidentin der Richard-Wagner-Vereine von Breslau, Posen, Lodz, Kattowitz und Gleiwitz.

 

Cover: Uli Pforr

Oktoberfest